Hand & Fußpflege

Behandlungsmethoden

Die Pediküre als kosmetische Fußpflege ergänzt die eigene Fußpflege und ist medizinisch nicht notwendig. Eine umfassende Pediküre kann folgende Anwendungen beinhalten: Neutrales Fußbad: 10 bis 20 Minuten in warmem Wasser. Alkalien zerstören den Säuremantel der Haut, was Fußpilz, Nagelpilz, Ekzeme usw. begünstigen kann. Welche Zusätze sonst ins Fußbad können, hängt von den Beschwerden ab.

  • - Schneiden der Zehennägel.
  • - Feilen der Zehennägel.
  • - Entfernen der Hornhaut und eventuell vorhandener Hühneraugen.
  • - Entfernen abgestorbener Nagelhaut.
  • - Eincremen und Massieren der Füße.
  • - Lackieren der Zehennägel.

Kosmetische Fußpflege

Produkte zur Linderung oder Beseitigung von Fußbeschwerden und Erkrankungen, wie Hühneraugenmittel, Fußpilzmittel und Nagelfalztinkturen sind der medizinischen Fußpflege zugeordnet. Produkte zur Reinigung, Pflege und Desodorierung der Füße sind kosmetische Fußpflegemittel. Fußcremes und Fußbalsame pflegen, desinfizieren und beduften die Haut und unterstützen die Massage. Neben Reinigung und Erfrischung dienen Fußbäder der Durchblutungsförderung, Desodorierung und der Hornhauterweichung. Rubbelcremes ermöglichen eine sanfte Entfernung der Hornhaut. Deodorantien und Antitranspirantien in Form von Sprays, Cremes oder auch Bädern dienen der Kontrolle und Reduktion von Geruchsproblemen. Fußpuder wirken schweißhemmend, schützen vor Geruchsbildung, saugen Feuchtigkeit auf.

Handpflege

Kaum ein Hautbereich unseres Körpers wird so beansprucht wie die Hände. Sie sind immer in Aktion, ob im Beruf, im Haushalt oder bei der Gartenarbeit. Dabei sind sie fast ständig Umwelteinflüssen wie trockener Luft, Wasser, Schmutz, Kälte oder Sonne ausgesetzt. Schon das tägliche Händewaschen entzieht der Haut Feuchtigkeit und schützendes Fett. Die Hände sind zudem größtenteils etwas dünnhäutig: Die Haut des Handrückens ist fast ebenso dünn wie die des Gesichts. Sie besitzt nur wenige Talgdrüsen, kaum Fettgewebe in der Unterhaut, ist sehr empfindlich und altert rasch.

Den unbehaarten Handinnenflächen fehlen die zur Hautfettung und Feuchtigkeitsbindung beitragenden Talgdrüsen ganz. Die Hände sind daher weniger gut vor Entfettung und Feuchteverlust geschützt als andere Hautpartien und trocknen unter Belastung sehr schnell aus. Zwar ist die Dichte der Schweißdrüsen in den Handinnenflächen größer als in anderen Bereichen der Haut, doch es mangelt hier an natürlichen Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturizing Factors, NMF), also Stoffe, die das Wasser in der Haut binden. Die Handrücken müssen zudem mit einem Defizit an schützenden Lipiden zurechtkommen. Und weil das Talgdrüsensekret fehlt, mangelt es im Säureschutzmantel der Hände außerdem an wesentlichen Substanzen, die den pH-Wert stabilisieren, die Hautoberfläche fetten und die Hautfeuchte binden.

Hinzu kommt: Keine Haut ist wie die andere. So individuell wie die Menschen selbst, ist auch ihre Hautbeschaffenheit. Die Kölner Karnevalsjecken sagen: “Jeder Jeck ist anders.” Das gilt auch für die Hände und reicht beispielsweise von trocken bis fettig und von recht robust bis sehr empfindlich. Hinzu kommen individuell unterschiedliche Belastungen. Und auch bestimmte Erkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Diabetes haben starken Einfluss auf den Zustand der Haut. Jeder Haut-/Handtyp braucht daher zur Reinigung und Regeneration eine auf die individuellen Bedürfnisse und den aktuellen Hautzustand abgestimmte Pflege. Schädigungen durch äußere Einflüsse oder falsche Behandlung können so verhindert, oder zumindest minimiert werden.

Fusspflege

Fußpflege wird seit der Antike betrieben. Entsprechend dem Kenntnisstand der menschlichen Anatomie und der Zusammenhänge von Hygiene und Gesundheit stand zuerst eher die kosmetische und nicht die medizinische Fußpflege im Vordergrund. Nachdem lange Zeit zwischen beiden Varianten kein großer Unterschied gemacht wurde, wird seit einigen Jahren nun die kosmetische Fußpflege per Gesetz von der medizinischen getrennt. Was für die mit einem Mal dem Podologengesetz nach unzulänglich ausgebildeten Fußpfleger indes wie eine Herausdrängung aus bisher auch ihnen offenen Bereichen erscheinen mag, eröffnet andererseits die Chance, sich auf Wesentliches zu beschränken. Auch für die kosmetische Fußpflege bietet sich hier die Möglichkeit, die Professionalisierung ihres Spezialgebietes voranzutreiben, indem beispielsweise die Angebotspalette ansprechender zu gestaltet und eine optimale Qualität der Behandlungen bzw. Anwendungen gesichert wird. Bei der kosmetischen Fußpflege, auch Pediküre (lat. pes, pedis = Fuß) genannt, handelt es sich um eine professionelle Ergänzung der eigenen Fußpflege. Sie dient vorzugsweise der Schönheitspflege, dient darüber hinaus aber auch einer vorbeugenden Gesunderhaltung der Füße. Sie ist medizinisch nicht unbedingt notwendig, hält jedoch die Füße attraktiv und trägt – nicht zu vergessen – letztlich zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei.

Eine umfassende Pediküre kann zum Beispiel folgende Anwendungen beinhalten:

  • warme und kalte Fußbäder
  • das Fachgerechtes Schneiden bzw. Kürzen der Nägel
  • das Feilen der Nägel
  • das Entfernen der Hornhaut und eventuell vorhandener Hornschwielen (Hühneraugen) ohne pathologischen, d.h. krankhaften, Befund
  • das Abtragen von Nagelverdickungen ohne pathologischen Befund
  • das Entfernen abgestorbener Nagelhaut
  • die Durchführung präventiver Fußmassagen
  • eine Anleitung zu (präventiver) Fußgymnastik
  • eine Beratung bei der Auswahl von Pflegemitteln
  • eine Anleitung zur häuslichen Pflege der Füße durch den Kunden selbst
  • eine Verschönerung bzw. dekorative Pflege der Füße beispielsweise durch Lackieren der Fußnägel

Zur Unterstützung bei der Reinigung und der Pflege der Füße oder bei der Desodorierung, sprich dem Beseitigen unangenehmen Geruchs, der Füße finden mannigfache kosmetische Fußpflegemittel Verwendung. Neben der Säuberung und der Erfrischung dienen Fußbäder der Durchblutungsförderung, der Bekämpfung störender Gerüche und der Hornhauterweichung. Rubbelcremes ermöglichen schließlich eine sanfte Entfernung der Hornhaut. Fußcremes und Fußbalsame hingegen verwöhnen, desinfizieren und beduften die Haut und unterstützen die Massage. In Sprays, Cremes oder auch Bädern enthaltene Deodorantien und Antitranspirantien verhindern, überdecken und reduzieren dabei Geruchsprobleme. Zurückgegriffen werden kann überdies auf Fußpuder, das gleichfalls schweißhemmend wirkt, vor Geruchsbildung schützt oder auch Feuchtigkeit aufsaugt. Die Ausbildung zum kosmetischen Fußpfleger wird seit Jahrzehnten in vielgestaltiger Form mit schwankendem Umfang und Inhalten angeboten. Sie ist weder gesetzlich geregelt noch ist die Bezeichnung „Fußpfleger“ geschützt – im Gegensatz zur Ausbildung von medizinischen Fußpflegern bzw. Podologen. Bis zum Inkrafttreten des Podologengesetzes 2002 haben auch Nicht-Podologen mit dem Begriff „medizinische Fußpflege“ für ihre Angebotspalette werben dürfen, seitdem aber gilt dies als ein Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz und wird strafrechtlich verfolgt. Die Ausübung von über die kosmetischen hinausgehenden medizinischen Fußpflegemaßnahmen ist somit ausschließlich dem staatlich geprüften Podologen vorbehalten. Die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllende Fußpflegerinnen und Fußpfleger haben sich auf die kosmetische Fußpflege zu beschränken.

 

In unserem Shop finden Sie alle Artikel und Bücher rund um Kosmetik.